Girls-Day-Homburg

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Erfahrungsbericht 2 KoMM

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Erfahrungsbericht Girls Day 2015

Am 23.04.15 fand, wie jedes Jahr zu dieser Zeit, wieder ein Girls Day statt. Dieses Mal war ich im Betrieb „KoMM“, in der Universität in Homburg. In dem Labor befassen sich Biologen oder auch Chemiker mit molekularer Medizin. Sie arbeiten also mit Molekülen, zum Beispiel der DNA eines Menschen. Mit Hilfe von Versuchen, die bis zu einer Woche dauern können, isolieren die Mitarbeiter beispielsweise einzelne Gene, mit denen sie dann eine Vaterschaft bestätigen oder verneinen können oder auf Krankheiten spezialisierte Medikamente entwickeln. Auch die Forensik, also die Kriminalpolizei, arbeitet mit diesen Methoden, um Verbrechen aufzudecken.
Während des Girls Days führten wir zwei Praktika durch, welche tatsächlich auch von den Mitarbeitern bei KoMM absolviert werden. Wir isolierten DNA, einmal unsere eigene und dann, zu Vorführungszwecken, die einer Banane (da eine Banane natürlich mehr Zellen besitzt, als unser bisschen Mundspeichel, welches wir zusammen mit Salzwasser in ein Glasröhrchen spuckten). In Zuge dessen erlernten wir unter anderem den Umgang mit großen Laborpipetten, einer Zentrifuge oder einem Vortex- Gerät. Nach und nach lösten wir die DNA von allem Überschüssigen, wie der Zellmembran oder den Proteinen. Zum Schluss sollte man mit Hilfe der Agarose- Gelektrophorese erkennen, wie viel DNA wir aus einmal Mund ausspülen erlangt haben und wie rein das Ganze war. Bei meiner Gruppe war die DNA leider zu verunreinigt mit Alkohol, als dass die Menge hätte gemessen werden können. Bei der Isolation von DNA aus der Banane hingegen, konnte man das Erbgut sehr gut mit bloßem Auge erkennen.
In der Mittagspause trafen wir uns mit Professoren und Doktorandinnen der Biologie, bzw. Bio- Chemie und Bio- Physik, wir konnten Fragen in Bezug auf Studium, arbeiten in der Forschung und Privatleben mit Studium vereinen, stellen. Ich erfuhr sehr viele interessante Dinge von den beiden jungen Frauen, beispielsweise, dass ein solches Studium meistens länger dauert, als man es sich vorstellt und man sehr oft einen Doktortitel braucht, um wirklich gute Jobs in der Branche zu bekommen. Da ich vorher bereits darüber nachgedacht habe, selbst Chemie oder Pharmazie zu studieren, fand ich es sehr hilfreich auch einmal die negativen Seiten eines solchen Studiengangs gezeigt zu bekommen. Es war eine super gute Idee, junge Promovierende einzuladen, da diese uns ihre Erfahrungen gut nahe bringen konnten. Insgesamt fand ich den Girls Day sehr informativ, auch wenn wir die beiden Versuche, DNA isolieren, bereits in der Schule durchgeführt haben. Denn im Labor konnte man alles sehr viel genauer durchführen und lernte zusätzlich den Umgang mit Geräten, die es in der Schule nicht gibt.

Juliana

 

 

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